Donnerstag, 31. Januar 2013

48 Lost in Transit

Alles gut gelaufen. 90 Minuten Stau auf dem Weg zum Flughafen, trotzdem rechtzeitig angekommen. Bill Nighy entdeckt. Katja und Jesper nach der gemeinsamen Taxifahrt und einem ersten Abschied im Abflugbereich noch mal wiedergesehen, Essen gefunden, Flieger bekommen. Im Flugzeug neben ausgewanderten Osnabrückern gesessen, welch kleine Welt, die auch nach 46 Jahren in Kanada immer noch so klingen wie meine Familie. Wohlbehalten in Amsterdam gelandet. 

Transit, das ist wohl die beste Beschreibung für diesen Geisteszustand. Plötzlich ist man nicht mehr dort - aber auch noch nirgendwo anders. Man ist gefangen in einem unangenehmen, leeren Dazwischen. Schiphol, ein moderner und wohldurchdachter Flughafen, in den man sich noch vor einem Monat nahtlos eingefügt hätte, wirkt so surreal als wäre ich in einer Bluebox, komplett mit Wanderschuhen an den Füßen, all den Kratzern und Stichen und dem roten Sand im Rucksack. Diese Leere.

Ich warte auf den letzten Flug, der mich nach Hause bringen wird. Ob ich Afrika wohl noch einmal wiedersehen werde? 

“If I know a song of Africa, of the giraffe and the African new moon lying on her back, of the plows in the fields and the sweaty faces of the coffee pickers, does Africa know a song of me? Will the air over the plain quiver with a color that I have had on, or the children invent a game in which my name is, or the full moon throw a shadow over the gravel of the drive that was like me, or will the eagles of the Ngong Hills look out for me?”