Mittwoch, 23. Januar 2013
35 Grenzenlose Weiten
Zeichnen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken, aber die Kamera ist nun mal abgesoffen. Vielleicht kann ich noch eine von Richard und Brieana leihen, jetzt bin ich aber erstmal auf mich gestellt. Und was für Bilder sich hier ergeben! Auch mit einer Kamera könnte ich Laienfotograf, ich Knipser, nicht festhalten, wie das hier aussieht und was für ein Gefühl man im Herzen bekommt, wenn das Land sich Stunde um Stunde in dieser unfassbaren Weite vor einem ausdehnt. Weiter und weiter rollt der Truck, unterbrochen nur von den "pee breaks" alle etwa 90 Minuten, und das Panorama nimmt und nimmt kein Ende. Plötzlich taucht am Horizont ein Bergmassiv auf, plötzlich ist das einfach da. Wo kam es her, wann ist es aufgetaucht? Nun steht es da. Zwischen kleinen Fachwerkhütten, die am Truck vorbeiziehen, entdecke ich Mangobäume, Kokospalmen, Bananenstauden, Maisfelder, manchmal Cassawa. Während die Zeit verstreicht, tauchen immer mehr Berge auf, und ich Flachlandbewohner freue mich unbändig über ihren Anblick. Es wird von Stunde zu Stunde trockener und staubiger, Schäfchenwolken weichen blauem Himmel, verziert mit Quellwolken am Horizont. Der Kontrast zu Daressalam könnte kaum größer sein.
