Es wird hell, die Morgenvögel beginnen zu zwitschern. Ganz leise aus dem knisternden Schlafsack schlüpfen, Job schläft noch. Brille greifen, Kopflampe greifen, Waschbeutel, Handtuch - liegt alles schon parat. Füße in die Wanderschuhe. Reißverschluss, kurz und laut, dann lauschen. Nichts zu hören, Vögel klingen wie vorher. Füße zuerst raus. Vorsichtig Kopf rausstrecken. Keine Raubtiere zu sehen.
Rausschlüpfen, Reißverschluss wieder zu. Rüber zum Waschhaus, Zähneputzen. Hinter dem Waschhaus legt sich der Vollmond riesengroß und rosarot schlafen, hinter unseren Zelten färbt die Morgendämmerung den Himmel rosarot. Das wird ein schöner Tag.
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Sonntag, 27. Januar 2013
Freitag, 25. Januar 2013
37 Serengeti.
Dem Titel ist schon fast nichts mehr hinzuzufügen. Heute geht es los, in die große, weite, wilde, berühmte Serengeti. Kaum zu fassen. Sie hat 30.000km² und ist damit etwa so groß wie Brandenburg. "Serengit" heißt in Maa, der Sprache der Maasai, "grenzenlose Steppe". Besser hätte ich's auch nicht beschreiben können.
Auch diesen Teil der Tour hat Nomad also einen externen Anbieter gebucht, weil in der Serengeti keine Trucks erlaubt sind. Wir sind also morgens im Kudu Camp mit unseren Fahrern für die nächsten Tage verabredet. Am Vortag haben wir schon auf einem Supermarktparkplatz einen Guide dieses Anbieters getroffen, der uns kurz erklärt hat, wie das abläuft. Noch ein letztes Mal das Gepäck auf einen Tagesrucksack reduziert werden. Es gibt auch in der Serengeti Zelte für uns, die aber der Anbieter für uns aufstellt. Wir werden also herumgefahren und gucken Tiere, während die Köche und Konsorten derweil Zelte auf- und abbauen und von einem Campingplatz zum anderen fahren.
Die Umpackerei für wenige Nächte kennen wir mittlerweile schon; dass andere Leute unser Zelt aufstellen werden, erscheint uns wie ein großer Luxus. Außerdem ist es für uns ganz ungewohnt, dass es erst um zehn losgehen soll!
Morgens haben also alle noch Zeit für ein genüßliches Frühstück und entspanntes Packen. Kissen, Handtuch, Mütze, Halstuch, Fleecejacke, Schlafsack, T-Shirt, Unterwäsche, Socken, Kamera, Fernglas, Tagebuch, Kekse, Malariatabletten, Waschzeug, ausreichend Kontaktlinsen, Stirnlampe, Klopapier, Desinfektionsmittel. Ihr seht schon, Kleidung ist noch der kleinste Punkt auf der Packliste. Ausgeschlafen sind wir auch alle, einigermaßen. Job hat heute nacht von einer Schlange im Zelt geträumt, und es hat eine Weile gedauert, ihn davon zu überzeugen, dass da keine ist.
Gleich geht es dann also los, sobald die leicht verspäteten Fahrer da sind. Zwischen Karatu und der Serengeti liegt der Ngorongoro National Park, ein eingefallener Vulkankrater, den wir auf dem Rückweg auch noch besuchen werden. Natürlich muss hier auch schon auf dem Hinweg Eintritt für den Park bezahlt werden. Immerhin ist das alles schon inklusive im Activity Package, wir müssen nur im Jeep sitzen und aus dem Fenster schauen.
Dann geht es schon los. Wir teilen uns auf zwei Jeeps auf - Sonja, Godfree, B & Rich, David und Marlis; im anderen Jeep Katja, Jesper, Armin & Sonja, Carla, Roberto und Job. Die Luft ist mittlerweile unglaublich trocken, und ich verwandle mich mit Halstuch, Sonnenbrille und Cap in einen Banditen, um meine Atemwege ein wenig zu schonen.
Auf dem Weg in die Serengeti ist der erste Halt der am Eingang zum Ngorongoro-Krater-Park. Die Grenze ist schon ein paar Kilometer weiter vorn, da steht einfach mitten im nichts ein Torbogen über dem Schotterweg, aber hier gab es wohl ausreichend Wasser für ein Besucherzentrum.
Die Straße in die Serengeti führt auf dem Kraterrand des Ngorongoro entlang; die übernächste Nacht werden wir auch hier in der Nähe auf 2400m Höhe verbringen.Wir machen bei einem Aussichtspunkt halt. Ich hatte vorher keine Ahnung, was der Krater eigentlich ist, aber der Blick verschlägt mir die Sprache. Riesig. Weit. Unfassbar.
Man möchte gar keine Worte mehr machen, bei dem Anblick, der sich hier in den Krater hinein und auch nach außen hin bietet. Es ist für jeden Westeuropäer vermutlich unvorstellbar, wie weit der Blick hier schweifen kann, und die vielen Kilometer durch's nichts vorher tun ein Übriges. Wir stehen am Rande dieses riesigen Paradieses und stieren hochkonzentriert durch unser Fernglas, können aber am Kraterboden nichts entdecken. Die Fahrer versprechen uns, dass sich das in den nächsten Tagen ändern wird. Klickt die Fotos an und zieht sie auf einen ganz großen Monitor - vielleicht könnt ihr ja ein Tier entdecken.

Zu Mittag hat man uns Lunchboxen mitgebracht. Chicken, hartgekochtes Ei, Muffin, ein Tetrapak mit Orangensaft, eine Schokowaffel, hungern muss keiner. Wir sitzen auf einem Picknickplatz zwischen den Kuhfladen der Maasai-Tiere auf Holzklötzen unter einem Baum. Godfree warnt uns, bloß nicht mit Essen in der Hand unter dem Baum hervorzutreten: Die Rotmilane kreisen ungeduldig und sind nicht zimperlich. Auch die Marabus laufen umher und schauen nach Resten.
Die Maasai und ihre Herden sind zwar mittlerweile aus der Serengeti verbannt worden; in den Krater dürfen sie aber noch hinab, unter der Bedingung, dass sie die Tiere nachts wieder heraustreiben. Während wir vom Kraterrand wieder hinabfahren und sich die Straße richtung Serengeti windet, sehen wir ihre Hütten und Herden in den recht kargen Tälern. Entlang der langen, geraden, staubigen Straße entdecken wir erste Tiere.
Nachmittags erreichen wir das Tor zur Serengeti. Wir bekommen hier einen Zweitagespermit und zögern die Einfahrt noch so lange wie möglich hinaus, damit wir auf dem Rückweg noch so lange wie möglich in der Serengeti bleiben können. Godfree empfiehlt uns, einen Spazierweg auf ein Koppie hinauf zu gehen, und das lohnt sich tatsächlich. Wir trinken zwar jeder fast einen ganzen Liter Wasser in der halben Stunde, weil die Sonne so sengt, aber der Ausblick ist schon wieder unbeschreiblich. Mir springt fast das Herz heraus. Bis zum Horizont windet sich die Straße, auf der wir gekommen sind, und außer ein paar Staubfahnen von anderen Fahrzeugen ist hier nichts zu sehen. Dabei wissen wir sogar, dass da unten Gnus und Straußen sind, aber die erkennt man aus der Distanz gar nicht mehr. Ich denke an alle daheimgebliebenen und mache noch ein verwackeltes Video von der großen Weite - mit wenig Erfolg. Man muss sie einfach selber gesehen haben, denke ich.

Unten auf dem Parkplatz treffen wir dann noch ein paar kleinere Tiere: Einen weiteren Glanzstar und eine kleine ... eigentlich eine recht große Maus, die dort munter aufräumt.
Der Tag zieht dahin, und die Bilder fangen nicht ansatzweise das Gefühl ein, wie es ist, bei hochgestelltem Verdeck ganz vorn im Jeep zu stehen, die Hände auf der sonnenwarmen Reling, während die Knie leicht die Stöße der Schlaglöcher abfangen und Kilometer um Kilometer endloser Serengeti sich warm, trocken und gleißend hell um den Jeep schlingt.
Abends treffen sich beide Jeeps im Simba Camp. Es gibt eine Herren- und eine Damendusche, ein Damen-WC und mehrere Herren-WCs sowie eine Art Scheune zum Kochen und eine zweite zum Essen. Es sind noch ein paar andere Zelte zu sehen; in der Scheune - wie ein Fachwerkgebäude, in dem man die Wände nicht ausgefüllt, sondern nur vergittert hat - sind Klapptische gedeckt und wir haben Hunger.
Die Türen des Esshauses kann man zwar verriegeln, der Boden ist betoniert und die Wände auch hoch genug gezogen, aber Ratten sind sehr findige Tiere. An den Nebentischen wird bisweilen gekreischt und auch wir finden es doch etwas gruselig, dass sie über Kopf auf den Balken herumlaufen. Nun ja, aber hungrig sind wir eben auch, und alle Ratten, die im Esshaus sind, sind schon mal nicht im Zelt.
Einen Zaun gibt es hier übrigens nicht. Die Nacht wird spannend.
Auch diesen Teil der Tour hat Nomad also einen externen Anbieter gebucht, weil in der Serengeti keine Trucks erlaubt sind. Wir sind also morgens im Kudu Camp mit unseren Fahrern für die nächsten Tage verabredet. Am Vortag haben wir schon auf einem Supermarktparkplatz einen Guide dieses Anbieters getroffen, der uns kurz erklärt hat, wie das abläuft. Noch ein letztes Mal das Gepäck auf einen Tagesrucksack reduziert werden. Es gibt auch in der Serengeti Zelte für uns, die aber der Anbieter für uns aufstellt. Wir werden also herumgefahren und gucken Tiere, während die Köche und Konsorten derweil Zelte auf- und abbauen und von einem Campingplatz zum anderen fahren.
Die Umpackerei für wenige Nächte kennen wir mittlerweile schon; dass andere Leute unser Zelt aufstellen werden, erscheint uns wie ein großer Luxus. Außerdem ist es für uns ganz ungewohnt, dass es erst um zehn losgehen soll!
Gleich geht es dann also los, sobald die leicht verspäteten Fahrer da sind. Zwischen Karatu und der Serengeti liegt der Ngorongoro National Park, ein eingefallener Vulkankrater, den wir auf dem Rückweg auch noch besuchen werden. Natürlich muss hier auch schon auf dem Hinweg Eintritt für den Park bezahlt werden. Immerhin ist das alles schon inklusive im Activity Package, wir müssen nur im Jeep sitzen und aus dem Fenster schauen.
Auf dem Weg in die Serengeti ist der erste Halt der am Eingang zum Ngorongoro-Krater-Park. Die Grenze ist schon ein paar Kilometer weiter vorn, da steht einfach mitten im nichts ein Torbogen über dem Schotterweg, aber hier gab es wohl ausreichend Wasser für ein Besucherzentrum.
Die Straße in die Serengeti führt auf dem Kraterrand des Ngorongoro entlang; die übernächste Nacht werden wir auch hier in der Nähe auf 2400m Höhe verbringen.Wir machen bei einem Aussichtspunkt halt. Ich hatte vorher keine Ahnung, was der Krater eigentlich ist, aber der Blick verschlägt mir die Sprache. Riesig. Weit. Unfassbar.
| 17 bis 21 km Durchmesser. |
| Blick in die Ebene außerhalb des Kraters |
| Ausblick vom Picknickplatz |
| Erste Gnus! |
| Blick zurück |
Der Tag zieht dahin, und die Bilder fangen nicht ansatzweise das Gefühl ein, wie es ist, bei hochgestelltem Verdeck ganz vorn im Jeep zu stehen, die Hände auf der sonnenwarmen Reling, während die Knie leicht die Stöße der Schlaglöcher abfangen und Kilometer um Kilometer endloser Serengeti sich warm, trocken und gleißend hell um den Jeep schlingt.
| Grenzenlose Weiten. Serengeti, eben. |
| Wolkenschiffe |
| Elefanten... |
| ...direkt vor dem Fenster |
| Ein kleines Rudel Löwinnen beim Dinner |
| The Great Explorer |
| Graziler Silberreiher |
| Schakal im Dämmerlicht |
| Sie hat gerochen, dass die Löwinnen Essen haben |
Abends treffen sich beide Jeeps im Simba Camp. Es gibt eine Herren- und eine Damendusche, ein Damen-WC und mehrere Herren-WCs sowie eine Art Scheune zum Kochen und eine zweite zum Essen. Es sind noch ein paar andere Zelte zu sehen; in der Scheune - wie ein Fachwerkgebäude, in dem man die Wände nicht ausgefüllt, sondern nur vergittert hat - sind Klapptische gedeckt und wir haben Hunger.
Die Türen des Esshauses kann man zwar verriegeln, der Boden ist betoniert und die Wände auch hoch genug gezogen, aber Ratten sind sehr findige Tiere. An den Nebentischen wird bisweilen gekreischt und auch wir finden es doch etwas gruselig, dass sie über Kopf auf den Balken herumlaufen. Nun ja, aber hungrig sind wir eben auch, und alle Ratten, die im Esshaus sind, sind schon mal nicht im Zelt.
Einen Zaun gibt es hier übrigens nicht. Die Nacht wird spannend.
Donnerstag, 24. Januar 2013
36 Blumen! Berge! Schlangen! Windhosen!
08:15
Auf Lushoto habe ich mich schon vor der Reise gefreut, weil hier, in den Usambarabergen, unsere Usambaraveilchen wild wachsen. Wandern könne man hier, hieß es im Programm. Die Realität sieht leider so aus, dass gestern und heute viel Strecke gemacht werden muss, sodass wir im Dunkeln hier ankommen und ganz früh wieder abreisen. Aber was für ein spektakulärer Ort das doch ist!
Nachdem wir die Hauptstraße verlassen hatten, haben wir uns gestern abend mit der untergehenden Sonne im Gesicht noch sicher eine ganze Stunde lang in Serpentinen den Berg hochgekämpft. Es sieht fast aus wie in den Alpen. In der Mitte des Tals plätschert ein Bach, alles ist grün, die Straßen schmal und gewunden. Nur die Palmen und die Bananenstauden passen nicht ins Bild, ebensowenig die hohen Eukalyptusbäume am Straßenrand. Unglaublich, wie frisch die Luft hier ist! Am liebsten würde ich mich ganz weit aus dem Truckfenster lehnen und tief durchatmen, aber das ist doch sehr riskant, so dicht wie wir an den Bäumen entlangfahren.
Unsere Unterkunft ist das Lawns Hotel, ein bemühtes, etwas in die Jahre gekommenes Golfhotel. Wir schlagen unsere Zelte auf sattgrünem Rasen auf. Ein ungewohnter Anblick, nach mehreren Tagen an der Küste. In den (ersten gemischten) Duschen fressen uns die Mücken bei lebendigem Leibe auf, aber Godfrees Essen entschädigt uns für alles.
Morgens weckt uns... der Muezzin! Noch so eine seltsame Erscheinung, die nicht in das Alpenpanorama passt. Thabani hat unsere übriggebliebenen Kwacha aus Malawi zurückgetauscht und verteilt Geld. Auch an anderen Stellen in meinem Gepäck findet sich bisweilen noch ein vergessenes, aber willkommenes Scheinchen.
Um sechs sitzen wir wieder im Truck und machen uns auf den Weg nach Karatu.
09:40
Kili!! Wir haben den Mount Kilimanjaro entdeckt, und das ganz ohne Wolkendecke! Thabani und Godfree sind so begeistert, dass sie sofort anhalten und uns zum Fotografieren hinausschicken. Ich bekomme leihweise eine Kamera von Rich und Bee, damit auch ich diesen historischen Moment festhalten kann. Ein Traum! Armin und Sonja erzählen noch mal von ihrem Aufstieg; Job wirkt etwas blass. In wenigen Tagen wird auch er den Aufstieg beginnen.
17:10
In Arusha halten wir an, um einzukaufen und dann den Meserani Snake Park und das Maasai Museum zu besuchen. Das ginge zwar auch noch nach dem Aufenthalt in der Serengeti, aber nach drei Tagen Game Driving werden wir vermutlich völlig hinüber sein. So schauen wir uns also jetzt schon alle giftigen und ungiftigen Schlangen an. Wieder einmal versuche ich, mir zu merken, wie man die Schlangen auseinanderhält und welche nun giftig sind oder nicht, aber es gelingt mir einfach nicht. Hoffen wir einfach mal, dass mir keine begegnen wird.
Eine begegnet mir dann aber doch: Die Striped Sand Snake. Die darf jeder, der mag, auch mal auf den Arm nehmen. Einige Mitreisenden wollten den Park nicht einmal betreten, weil ihnen Schlangen so zuwider sind, aber ich kann mir das nicht entgehen lassen. Unheimlich fühlt sie sich an, weich und hart gleichzeitig, und wärmer als sie aussieht. Brieana schießt ein Foto von mir - vielleicht bekomme ich das nach der Rückkehr.
Ein weiteres Highlight im Snake Park, von ganz besonderer Natur, sind die zwei Schildkröten, die sich gerade amüsieren. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Natürlich gibt es dann auch noch Krokodile und Warane, die der Park hält. Sie sind groß und meiner Meinung nach ziemlich hässlich, bis auf die Augen vielleicht, und sehen unglaublich träge aus. Aber wir wissen ja schon aus Chobe, dass sie verdammt schnell sein können.
Im Anschluss besuchen wir das Maasai Museum gegenüber. Ein Maasai in typischer Stammeskleidung wartet auf uns und schreibt noch schnell seine SMS fertig, bevor er uns durch das Museum führt. Die Maasai, von denen hat wohl jeder schon einmal gehört. Sie sind unter anderem deswegen so berühmt, weil sie immer noch traditionell als Viehhirten leben, obwohl sie mit der modernen Welt so vertraut sind. Sie ernähren sich vom Blut ihrer Rinder, die sie regelmäßig "anzapfen", und vom Fleisch ihrer Ziegen, außerdem von dem Geld, das sie an den Touristen verdienen. Gemüse essen sie nicht. Was für ein Leben!
Im Museum hat man in mehreren Räumen mit großen Wachsfiguren Szenen aus dem Alltag der Maasai nachgestellt. Ihre Sprache heißt Maa, daher kommt auch ihr Name. Wir hören usn an, was der junge Mann erzählt. Unter anderem berichtet er, dass bei den Maasai sowohl Jungs als auch Mädchen beschnitten werden. Mädchen werden schon im Kindergartenalter beschnitten, Jungs erst in der Pubertät, und während Jungs auf keinen Fall weinen dürfen, um die Ehre nicht zu verlieren, ist es Mädchen gestattet. Diese Welt ist ein wenig anders als unsere, stellen wir fest.
Nach diesem Ausflug in fremde Welten geht es für uns wieder weiter. Wir müssen heute noch bis nach Karatu, und unsere Route führt uns unter anderem durch militärisches Sperrgebiet. Godfree gibt uns Bescheid, als wir das Gebiet erreichen. Ab hier sind Fotos aus den Fenstern tabu, bis wir durch sind. Momenten findet eine gemeinsame Übung der ostafrikanischen Truppen statt, und anders als sonst sehen wir vor dem Fenster keine Busse, LKWs und Motorräder, sondern Truppenbewegungen. Kleine Soldatentrupps in unterschiedlichen Uniformen joggen die Straße entlang.
Mittlerweile ist die Luft auch so trocken, dass sich über dem Boden kleine Tornados bilden. Einige sind nur hüfthoch, andere in der Ferne scheinen gleich mehre Kilometer in die Luft zu ragen. Es ist sehr staubig, wodurch diese Windhosen deutlich sichtbar werden. Jenseits der militärischen Zone steigt die Straße langsam wieder an.
18:45
Fast geschafft. In der Dämmerung, kurz vor Karatu, erblicken wir am Horizont Lake Manyara im Lake Manyara National Park. Heute noch eine Nacht im Kudu Camp, morgen geht es dann auf in die Serengeti.
Auf Lushoto habe ich mich schon vor der Reise gefreut, weil hier, in den Usambarabergen, unsere Usambaraveilchen wild wachsen. Wandern könne man hier, hieß es im Programm. Die Realität sieht leider so aus, dass gestern und heute viel Strecke gemacht werden muss, sodass wir im Dunkeln hier ankommen und ganz früh wieder abreisen. Aber was für ein spektakulärer Ort das doch ist!
Nachdem wir die Hauptstraße verlassen hatten, haben wir uns gestern abend mit der untergehenden Sonne im Gesicht noch sicher eine ganze Stunde lang in Serpentinen den Berg hochgekämpft. Es sieht fast aus wie in den Alpen. In der Mitte des Tals plätschert ein Bach, alles ist grün, die Straßen schmal und gewunden. Nur die Palmen und die Bananenstauden passen nicht ins Bild, ebensowenig die hohen Eukalyptusbäume am Straßenrand. Unglaublich, wie frisch die Luft hier ist! Am liebsten würde ich mich ganz weit aus dem Truckfenster lehnen und tief durchatmen, aber das ist doch sehr riskant, so dicht wie wir an den Bäumen entlangfahren.
Unsere Unterkunft ist das Lawns Hotel, ein bemühtes, etwas in die Jahre gekommenes Golfhotel. Wir schlagen unsere Zelte auf sattgrünem Rasen auf. Ein ungewohnter Anblick, nach mehreren Tagen an der Küste. In den (ersten gemischten) Duschen fressen uns die Mücken bei lebendigem Leibe auf, aber Godfrees Essen entschädigt uns für alles.
Morgens weckt uns... der Muezzin! Noch so eine seltsame Erscheinung, die nicht in das Alpenpanorama passt. Thabani hat unsere übriggebliebenen Kwacha aus Malawi zurückgetauscht und verteilt Geld. Auch an anderen Stellen in meinem Gepäck findet sich bisweilen noch ein vergessenes, aber willkommenes Scheinchen.
Um sechs sitzen wir wieder im Truck und machen uns auf den Weg nach Karatu.
09:40
Kili!! Wir haben den Mount Kilimanjaro entdeckt, und das ganz ohne Wolkendecke! Thabani und Godfree sind so begeistert, dass sie sofort anhalten und uns zum Fotografieren hinausschicken. Ich bekomme leihweise eine Kamera von Rich und Bee, damit auch ich diesen historischen Moment festhalten kann. Ein Traum! Armin und Sonja erzählen noch mal von ihrem Aufstieg; Job wirkt etwas blass. In wenigen Tagen wird auch er den Aufstieg beginnen.
17:10
In Arusha halten wir an, um einzukaufen und dann den Meserani Snake Park und das Maasai Museum zu besuchen. Das ginge zwar auch noch nach dem Aufenthalt in der Serengeti, aber nach drei Tagen Game Driving werden wir vermutlich völlig hinüber sein. So schauen wir uns also jetzt schon alle giftigen und ungiftigen Schlangen an. Wieder einmal versuche ich, mir zu merken, wie man die Schlangen auseinanderhält und welche nun giftig sind oder nicht, aber es gelingt mir einfach nicht. Hoffen wir einfach mal, dass mir keine begegnen wird.
Eine begegnet mir dann aber doch: Die Striped Sand Snake. Die darf jeder, der mag, auch mal auf den Arm nehmen. Einige Mitreisenden wollten den Park nicht einmal betreten, weil ihnen Schlangen so zuwider sind, aber ich kann mir das nicht entgehen lassen. Unheimlich fühlt sie sich an, weich und hart gleichzeitig, und wärmer als sie aussieht. Brieana schießt ein Foto von mir - vielleicht bekomme ich das nach der Rückkehr.
Ein weiteres Highlight im Snake Park, von ganz besonderer Natur, sind die zwei Schildkröten, die sich gerade amüsieren. Dem ist nichts hinzuzufügen.
Natürlich gibt es dann auch noch Krokodile und Warane, die der Park hält. Sie sind groß und meiner Meinung nach ziemlich hässlich, bis auf die Augen vielleicht, und sehen unglaublich träge aus. Aber wir wissen ja schon aus Chobe, dass sie verdammt schnell sein können.
Im Anschluss besuchen wir das Maasai Museum gegenüber. Ein Maasai in typischer Stammeskleidung wartet auf uns und schreibt noch schnell seine SMS fertig, bevor er uns durch das Museum führt. Die Maasai, von denen hat wohl jeder schon einmal gehört. Sie sind unter anderem deswegen so berühmt, weil sie immer noch traditionell als Viehhirten leben, obwohl sie mit der modernen Welt so vertraut sind. Sie ernähren sich vom Blut ihrer Rinder, die sie regelmäßig "anzapfen", und vom Fleisch ihrer Ziegen, außerdem von dem Geld, das sie an den Touristen verdienen. Gemüse essen sie nicht. Was für ein Leben!
Im Museum hat man in mehreren Räumen mit großen Wachsfiguren Szenen aus dem Alltag der Maasai nachgestellt. Ihre Sprache heißt Maa, daher kommt auch ihr Name. Wir hören usn an, was der junge Mann erzählt. Unter anderem berichtet er, dass bei den Maasai sowohl Jungs als auch Mädchen beschnitten werden. Mädchen werden schon im Kindergartenalter beschnitten, Jungs erst in der Pubertät, und während Jungs auf keinen Fall weinen dürfen, um die Ehre nicht zu verlieren, ist es Mädchen gestattet. Diese Welt ist ein wenig anders als unsere, stellen wir fest.
Nach diesem Ausflug in fremde Welten geht es für uns wieder weiter. Wir müssen heute noch bis nach Karatu, und unsere Route führt uns unter anderem durch militärisches Sperrgebiet. Godfree gibt uns Bescheid, als wir das Gebiet erreichen. Ab hier sind Fotos aus den Fenstern tabu, bis wir durch sind. Momenten findet eine gemeinsame Übung der ostafrikanischen Truppen statt, und anders als sonst sehen wir vor dem Fenster keine Busse, LKWs und Motorräder, sondern Truppenbewegungen. Kleine Soldatentrupps in unterschiedlichen Uniformen joggen die Straße entlang.
18:45
Fast geschafft. In der Dämmerung, kurz vor Karatu, erblicken wir am Horizont Lake Manyara im Lake Manyara National Park. Heute noch eine Nacht im Kudu Camp, morgen geht es dann auf in die Serengeti.
Mittwoch, 23. Januar 2013
35 Grenzenlose Weiten
Zeichnen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken, aber die Kamera ist nun mal abgesoffen. Vielleicht kann ich noch eine von Richard und Brieana leihen, jetzt bin ich aber erstmal auf mich gestellt. Und was für Bilder sich hier ergeben! Auch mit einer Kamera könnte ich Laienfotograf, ich Knipser, nicht festhalten, wie das hier aussieht und was für ein Gefühl man im Herzen bekommt, wenn das Land sich Stunde um Stunde in dieser unfassbaren Weite vor einem ausdehnt. Weiter und weiter rollt der Truck, unterbrochen nur von den "pee breaks" alle etwa 90 Minuten, und das Panorama nimmt und nimmt kein Ende. Plötzlich taucht am Horizont ein Bergmassiv auf, plötzlich ist das einfach da. Wo kam es her, wann ist es aufgetaucht? Nun steht es da. Zwischen kleinen Fachwerkhütten, die am Truck vorbeiziehen, entdecke ich Mangobäume, Kokospalmen, Bananenstauden, Maisfelder, manchmal Cassawa. Während die Zeit verstreicht, tauchen immer mehr Berge auf, und ich Flachlandbewohner freue mich unbändig über ihren Anblick. Es wird von Stunde zu Stunde trockener und staubiger, Schäfchenwolken weichen blauem Himmel, verziert mit Quellwolken am Horizont. Der Kontrast zu Daressalam könnte kaum größer sein.
34 Klimawechsel
Gefrühstückt wird auf dem Hoteldach, unter einem Baldachin, mit Blick über das gerade erst erwachende Stone Town. Die Morgendämmerung taucht die Stadt in milchiges Licht; sie wirkt wie aus einem arabischen Märchen. Ein verschlafener Kellner schleppt Orangensaft, süßen Toast und Tee heran. Außer uns scheint noch niemand wach zu sein, und selbst bei uns bin ich mir auch nicht so ganz sicher. Wieder ein magischer Moment, der nur uns gehört.
Die Überfahrt zurück nach Dar ist unangenehm. Diesmal hat der Katamaran kein Oberdeck, und so sitzen wir in den tiefen Flugzeugsitzen im Unterdeck und schauen durch salzblinde Fenster nach draußen. Ich habe in einer der Unterkünfte ein Buch aufgelesen - das Lesematerial ist schon seit zwei Wochen aus und ich völlig ausgehungert - und lese, bis mir vom leisen Schlingern des Kats übel wird. Raus, denke ich, an die frische Luft, aber nun ist der Tag schon zwei Stunden alt, und am Heck des Schiffs geht kein Lüftchen. Das kleine Außendeck oben ist völlig überfüllt mit anderen Passagieren, die es drinnen nicht aushalten. In der Hoffnung auf etwas frische Luft gehe ich ein Deck tiefer. Dort finde ich, mich weit über die Reling hinauslehnend, etwas Fahrtwind, gemischt mit den Dieseldämpfen des Schiffsmotors. Nun ja. Als wir an Land gehen, bin ich heilfroh und mit einer durchgehenden, klebrigen Salzschicht überzogen. Einen Tod muss man sterben.
Die Freude ist groß, als wir Lennon wiedersehen. Was haben wir unseren Truck vermisst! Ratzfatz sind alle an Bord und warten darauf, dass es losgeht. Leider muss Thabani jedoch noch drei Seiten Dokumente unserer Neuankömmlinge David und Marlis nach Kapstadt zu Nomad faxen, was hier locker mal 45 Minuten dauern kann. TIA, This Is Africa. Wir warten so lange im Truck, der an einer Bushaltestelle an einer belebten Straße geparkt ist, und schmelzen langsam dahin. Der Wasserdurchsatz ist unglaublich, aber dehydrieren will ich wirklich nicht.
Unser letzter Halt in Daressalam ist ein Shoprite, in dem wir uns ein Mittagessen kaufen, und dann fahren wir endlich wieder raus aus diesem Moloch. Ein Glück geht es von hier in die Berge. Die Kirchen aus Korallen, die Fischmärkte und die großen Häuser mit den Reklametafeln tauschen wir hoffentlich bald gegen ein bisschen Bergluft ein.
Die Überfahrt zurück nach Dar ist unangenehm. Diesmal hat der Katamaran kein Oberdeck, und so sitzen wir in den tiefen Flugzeugsitzen im Unterdeck und schauen durch salzblinde Fenster nach draußen. Ich habe in einer der Unterkünfte ein Buch aufgelesen - das Lesematerial ist schon seit zwei Wochen aus und ich völlig ausgehungert - und lese, bis mir vom leisen Schlingern des Kats übel wird. Raus, denke ich, an die frische Luft, aber nun ist der Tag schon zwei Stunden alt, und am Heck des Schiffs geht kein Lüftchen. Das kleine Außendeck oben ist völlig überfüllt mit anderen Passagieren, die es drinnen nicht aushalten. In der Hoffnung auf etwas frische Luft gehe ich ein Deck tiefer. Dort finde ich, mich weit über die Reling hinauslehnend, etwas Fahrtwind, gemischt mit den Dieseldämpfen des Schiffsmotors. Nun ja. Als wir an Land gehen, bin ich heilfroh und mit einer durchgehenden, klebrigen Salzschicht überzogen. Einen Tod muss man sterben.
Die Freude ist groß, als wir Lennon wiedersehen. Was haben wir unseren Truck vermisst! Ratzfatz sind alle an Bord und warten darauf, dass es losgeht. Leider muss Thabani jedoch noch drei Seiten Dokumente unserer Neuankömmlinge David und Marlis nach Kapstadt zu Nomad faxen, was hier locker mal 45 Minuten dauern kann. TIA, This Is Africa. Wir warten so lange im Truck, der an einer Bushaltestelle an einer belebten Straße geparkt ist, und schmelzen langsam dahin. Der Wasserdurchsatz ist unglaublich, aber dehydrieren will ich wirklich nicht.
Unser letzter Halt in Daressalam ist ein Shoprite, in dem wir uns ein Mittagessen kaufen, und dann fahren wir endlich wieder raus aus diesem Moloch. Ein Glück geht es von hier in die Berge. Die Kirchen aus Korallen, die Fischmärkte und die großen Häuser mit den Reklametafeln tauschen wir hoffentlich bald gegen ein bisschen Bergluft ein.
Sonntag, 20. Januar 2013
31 So sieht das aus! Gewürztour.
Die Überfahrt mit dem schnellen Katamaran verläuft angenehm ereignislos. Der Morgen ist diesig, und wir gehen hinaus auf das Oberdeck, um die frische Luft zu genießen. Die Luft ist so salzig, dass binnen Minuten alles klebt. Ich schaue mir die einheimischen Boote, die Dhaus, an, und sehe den anderen beim Dösen zu.
Als wir uns der Insel nähern, sind auch schon ein paar Gebäude zu erkennen. Später erklärt man uns, dass wir hier den Palast des Sultans und das "House of Wonders" fotografieren, das erste Gebäude in Afrika mit einem WC mit Wasserspülung, mit einem Fahrstuhl und einem Farbfernseher. Für's erste ist es einfach nur hübsch anzusehen.
Auf der Insel angekommen begrüßt uns "Jay". Er vertritt Sun Tours, den lokalen Touranbieter, der uns die nächsten drei Tage lang betreuen wird. Godfree ist mitgekommen auf die Insel, um die Arbeit des Touranbieters zu begutachten, hat aber ansonsten frei.
Wir werden gleich am Hafen in klimatisierte Kleinbusse verfrachtet und fühlen uns gleich sehr touristisch. Es geht nonstop zur Gewürztour. Die weiblichen Mitglieder der Reisegruppe haben sich den lokalen Gegebenheiten gebeugt und sind tugendhaft gekleidet, um den Ansprüchen der Muslime auf Sansibar gerecht zu werden. Für uns wird die Tour reichlich warm, denn mittlerweile ist die Sonne herausgekommen. Trotzdem: Es ist unheimlich spannend, die Gewürze, die man sonst nur aus der Dose kennt, mal in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Ich werfe alle Vorsicht über Bord und probiere alles, was Jay uns mit seinem kletternden Assistenten zusammen unter die Nase hält.
Hier fängt unser kletternder Begleiter an, uns aus Palmblättern praktische oder hübsche Dinge zu basteln, wie zum Beispiel diese Aufbewahrung für die gepflückten Gewürze. Klar, später will er dafür natürlich ein "Trinkgeld". Uff, das ist auf Sansibar schon anstrengend.
Ab hier wird's richtig touristisch. Man klettert auf Palmen, singt lustige Lieder, pflückt und öffnet Kokosnüsse für uns, mehrere Menschen basteln für uns Sachen aus Palmblättern.
Als die Tour zuende ist, schlachten die Jungs für uns noch eine ganze Reihe unterschiedlicher Früchte, die auf der Plantage wachsen. Das Ganze betreibt der Besitzer übrigens nur zu Schauzwecken und für den Eigenbedarf, nicht um tatsächlich etwas zu produzieren und zu verkaufen. Trotzdem, die Auswahl an Früchten ist beeindruckend, fast die Hälfte davon ist neu für mich. Aber auch bekannte Früchte wie Ananas schmecken hier natürlich deutlich saftiger und intensiver. Auch hier werfen wir allesamt unsere guten Vorsätze über Bord und beißen sorglos in alles, was man uns vor die Nase hält, hinein.
Nach diesem Paradies für Geruchs- und Geschmacksnerven geht es jetzt für uns mit klebrigen Pfoten endlich nach Nungwi, in unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Thabani ist ja mit Truck und allem Equipment zurückgeblieben - ihr wisst, was das heißt? Ich bekomme ein BETT!!! Mit einem Zimmer drumherum und einem Bad dran und allem!
| Skyline von Daressalam |
| Fischmarkt |
Als wir uns der Insel nähern, sind auch schon ein paar Gebäude zu erkennen. Später erklärt man uns, dass wir hier den Palast des Sultans und das "House of Wonders" fotografieren, das erste Gebäude in Afrika mit einem WC mit Wasserspülung, mit einem Fahrstuhl und einem Farbfernseher. Für's erste ist es einfach nur hübsch anzusehen.
| Sultanspalast |
| House of Wonders |
Wir werden gleich am Hafen in klimatisierte Kleinbusse verfrachtet und fühlen uns gleich sehr touristisch. Es geht nonstop zur Gewürztour. Die weiblichen Mitglieder der Reisegruppe haben sich den lokalen Gegebenheiten gebeugt und sind tugendhaft gekleidet, um den Ansprüchen der Muslime auf Sansibar gerecht zu werden. Für uns wird die Tour reichlich warm, denn mittlerweile ist die Sonne herausgekommen. Trotzdem: Es ist unheimlich spannend, die Gewürze, die man sonst nur aus der Dose kennt, mal in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Ich werfe alle Vorsicht über Bord und probiere alles, was Jay uns mit seinem kletternden Assistenten zusammen unter die Nase hält.
| Das ist Jay mit Jackfrüchten. |
| Noch fehlfarben: Orangen |
| Sieht aus wie ein Maiglöckchen... |
| ...aber untendrunter versteckt sich Kurkuma! |
| Das Gold von Sansibar: Nelken |
| Die wachsen auf diesem Baum. |
| Dieser Baum riecht nach Weihnachten: |
| Man kann Stückchen von der Rinde abschälen, .... |
| ...trocknen, und dann werden das Zimtstangen! Mmmmmh! |
| Sansibar produziert auch den schärfsten Ingwer der Welt. Ich habs probiert, es brennt immer noch. |
| Da hat man lange dran zu knabbern: |
| Litschis |
| Am Fuße dieses Gebüschs.. |
| ...wachsen so kleine Perlen... |
| ...die auch nach Advent schmecken: Kardamom! |
| Erkannt? Kakaobohnen. Könnte man hier auch industriell anbauen, aber die Fabriken zur Verarbeitung fehlen. |
| Die kennt man von Cocktails: Sternfrucht |
| Was hier drin wächst? Ananas! |
| Diese Kletterpflanze muss von Hand bestäubt werden. |
| Das ist die Vanille |
| In Öl gut gegen Mücken: Zitronengras |
| Nix für mich: |
| Kaffeebohnen |
| Die Unvermeidliche: Bananenstaude |
| Das ist Pfeffer. Da kommen übrigens alle Farben vom selben Baum. |
| Jesper mit Krawatte, Hut, Armband und Handtasche |
| "Bullfrog" endlich mit Bullfrog um den Hals |
| Fliegender Händler mit Seife, Parfum und Essenzen |
| Job mit Hut und Kokosnuss |
| Richard und Brieana im kompletten Outfit. |
Nach diesem Paradies für Geruchs- und Geschmacksnerven geht es jetzt für uns mit klebrigen Pfoten endlich nach Nungwi, in unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Thabani ist ja mit Truck und allem Equipment zurückgeblieben - ihr wisst, was das heißt? Ich bekomme ein BETT!!! Mit einem Zimmer drumherum und einem Bad dran und allem!
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