Diesmal bleibt uns so viel Zeit im Einkaufszentrum, dass wir kurzerhand Maumau spielen. Von unserem Sitzplatz vor'm KFC aus können wir sehen, wie der Strom kommt und geht. Die Lichter gehen aus, wieder an, wieder aus, immer so weiter. Außer uns interessiert das auch niemanden.
Im nächsten Camp, dem Eureka Camp vor den Toren Lusakas, kommen wir wieder erst in der Dämmerung an. Zelte aufschlagen, zu Abend essen, Zähneputzen, schlafen. Tagsüber ist es immer recht einfach, sich auf den Zeltplätzen zu orientieren, nachts ist es fast unmöglich. Die Wege und Hütten sind pittoresk angelegt, aber wenn Godfree sagt, "the ablutions are through there" und einfach auf ein Gebüsch zeigt, ist es nicht einfach, dann den Weg zu finden. Nachts fängt es auch noch an zu regnen, wenn auch immerhin nicht im Zelt, sondern nur auf dem Zelt. Guter Platz unter einem Baum. Sonja und Armin hätten gerne noch eine größere Regenplane in Lusaka erstanden, um ihr Zelt besser zu verpacken. Thabani und Godfree raten davon ab, sich noch auf die Suche zu machen, manche Dinge seien in Sambia nicht so einfach wie zuhause. Der Nachsatz wird zur Erläuterung für viele Umstände, die wir nur schwer verstehen können: "This is Africa."
Morgens um vier werde ich wieder wach und kann nicht mehr schlafen. Um fünf ist allerdings ohnehin Morgenappell. Wir frühstücken im Regen, packen im Regen, brechen im Regen die Zelte ab. Mit Wanderschuhen schliddere ich noch schnell durch den Schlamm zum Zähneputzen. Um sechs brechen wir auf. Vor uns liegt wieder eine lange Strecke bis nach Chipata. Draußen Bäume, Bäume und Bäume. Es geht immer weiter bergauf, mit Steigungen, die unseren Truck ganz schön zum Schnaufen bringen. Die ersten Felsen schauen durchs Blätterdach und kleine Dörfer am Wegesrand sehen wir nur noch selten. Die nächsten Stunden werden alle etwa so aussehen: